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Landesjugendorchester (LJO) und Landesjugendchor (LJC) Saar

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Funkelnde Glanzlichter der saarländischen Musikkultur

Von Kurt Bohr

Nach ihrem Konzert in der katholischen Kirche Saarlouis-Lisdorf haben die herausragenden Ensembles des musikalischen Nachwuchses im Saarland ihre Visitenkarte am 25. April in der Saarbrücker Congresshalle abgegeben.

Es war ein rundum gelungenes Konzert, in dem zunächst Antonin Dvořáks „In der Natur“ vorgestellt wurde, eine impressionistisch gefärbte Komposition mit zarten Empfindungen und Gefühlen, die das LJO exzellent und präzise interpretierte und mit wunderbar zarten und intimen Klängen zu Gehör brachte.

Von Beginn an zeigte sich höchst eindrucksvoll, wie hervorragend der Dirigent Mauro Barbierato das Orchester musikalisch geformt und auf dieses Werk eingestimmt hat.

Die absolut makellose Interpretation setzte sich auch im zweiten Stück des Abends, das Chorwerk „Atsalums“ des lettischen Komponisten Jëkab Jančevski, fort, das auf Texte traditioneller, lettischer Volkslieder zurückgeht und und sich mit dem Schicksal einer jungen Frau befasst, die ihre vertraute Umgebung verlässt, sich zahlreichen Gefahren aussetzt und am Schluss wieder zurück auf die vertrauten Lieder ihrer Heimat blickt.

Der Landesjugendchor zeigte sich der Aufgabe, dieses differenzierte und fein zieselierte Chorwerk zu gestalten, mit großer Souveränität gewachsen.

Nach der Pause dann „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms als echter Höhepunkt des Konzertabends. Dieses im Vergleich zu den Barockmessen eher untypische „Trauerwerk“, das Passagen aus dem Alten und Neuen Testament kombiniert, ist möglicherweise vom Tod seines musikalischen Mentors Robert Schumann, ganz sicher aber vom Dahinscheiden seiner Mutter im Jahre 1865 inspiriert. Es war sehr beeindruckend, wie der hochkompetente Dirigent Mauro Barbierato es geschafft hat, die beiden jungen Ensembles nahezu perfekt auf die Herausforderungen dieses grandiosen Werkes einzustellen und sie durch die höchst anspruchsvolle Partitur führte. Ein großes Erlebnis für das Publikum, das seine Begeisterung mit tosendem, lang anhaltendem Beifall bekundete. Die Präsidentin des saarländischen Chorverbandes, Jutta Schmitt-Lang, hebt in ihrem Grußwort im Programmheft des Konzerts zurecht hervor, dass die kulturelle Breitenarbeit von Landesmusikrat und Chorverband eine optimale Voraussetzung zur Nachwuchsförderung in der Musik darstellt.

Filed Under: Kritik

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