
Foto © Messe 2025
Von Nicole Baronsky-Ottmann
Auf der art karlsruhe vom 20. bis zum 23. Februar waren fast 200 Galerien aus Deutschland, Spanien, Schweiz und Schweden, der Niederlande, Frankreich, Italien, Großbritannien, Österreich, aber auch aus Japan und Korea vertreten. Sie haben Werke aus 120 Jahren Kunstgeschichte präsentiert. Darunter befanden sich namhafte Gemälde und Skulpturen der Klassischen Moderne, der Kunst nach 1945 und der Gegenwartskunst. Schon nach dem ersten Tag der renommierten Kunstmesse schwärmten die Galeristen von zahlreichen Besuchern und hohen Umsätzen. Die positive Resonanz machte sich in diesem Jahr auch am internationalen Medieninteresse der klassischen sowie sozialen Medien bemerkbar. Neben französischen Medien, wie Beaux Arts & Cie, war die art karlsruhe in zahlreichen reichweitenstarken Medien präsent, wie etwa bei der ARD, die mit Live-Schaltungen berichtete.
Die art karlsruhe wird seit 2024 von der Doppelspitze Olga Blaß und Kristian Jarmuschek geleitet. Deren konzeptionelle Weiterentwicklungen greifen nun ineinander und entfalten spürbar Dynamik und Kraft, so der Tenor der vielen Besucher. So wurde ausgehend von der bisherigen Präsentation von Druckgrafiken auf der art karlsruhe zusätzlich ein neuer Bereich entwickelt, der paper:square. Großen Anklang fand auch das Format „re:discover“ – ein Format, das Künstlerinnen und Künstler wieder sichtbar macht, die völlig zu Unrecht gerade nicht die Aufmerksamkeit des Kunstmarktes haben. Neu war auch das „Label“ re:frame, unter dem auf der Messe an verschiedenen Galerieständen Künstlernachlässe präsentiert werden, die Vorbildcharakter haben. Mit der neuen Sektion new:comer fördert die art karlsruhe junge Galerien mit einem Gründungsdatum ab 2020 oder jünger und mit weniger als drei Teilnahmen an der art karlsruhe. Und zuletzt gehören seit 2007 die zahlreichen one:artist shows zum Erfolgskonzept dieser Messe. Auf einer Fläche von mindestens 25 Quadratmetern widmet eine Galerie ihr Programm einem einzelnen, ausgewählten Künstler.
Dazu wurden auch in diesem Jahr die bekannten Kunstpreise verliehen. Höhepunkt der offiziellen Messe-Eröffnung war die Verleihung des 16. art karlsruhe Preises an die japanische Künstlerin Etsu Egami und die Galerie KORNFELD. Der Loth Skulpturenpreis ging an die schwedische Bildhauerin und Keramikerin Eva Hild und die Kölner Galerie Martina Kaiser. Der Preis wurde noch auf der art karlsruhe an die Künstlerin und die Galeristin übergeben. Der Preis für Kunst und Schrift ging an die deutsch-schweizerische Malerin und Fotografin Ingeborg Lüscher. Die nächste art karlsruhe, die Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst in Süddeutschland, findet vom 5. bis 8. Februar 2026 statt.