
In einem digitalen Kontext, der uns dazu verleitet, an eine nahtlose und störungsfreie Kommunikation zu glauben, wird die körperliche Reibung in der Sprache zu etwas, das geglättet werden muss. Systeme wie die automatische Spracherkennung (ASR) sind geprägt von hegemonialen Vorstellungen darüber, welche Stimmen zählen, welche Akzente lesbar sind und welche Formen der Sprache es wert sind, anerkannt zu werden.
Die Künstlerin Anna Barham (1974, England) die im Badischen Kunstverein ihre erste umfassende Einzelausstellung in Deutschland zeigt, sucht in ihrer Praxis nach Wegen, um sich dieser Glättung von Sprache zu widersetzen und stattdessen dem Unübersetzbaren zu widmen. Die Fundstücke der Sprache, die ASR nicht versteht, bringt Barham in ihren Installationen, Videos und Soundarbeiten regelrecht zum „Halluzinieren“.
Ihre künstlerisch-forschende Arbeit stellt sich der Brisanz hoch aktueller Fragen zur Ethik in Sprachtechnologie, Autokorrektur und Texterkennung und offeriert zukunftsweisende Möglichkeiten, die von der Norm ausgegrenzten Potentiale von Sprache zu entschlüsseln und gegen allgegenwärtige Formen von Autorität einzusetzen.
Eröffnung am 12.2.2026
Laufzeit der Ausstellung vom 13.2.-14.6.2026
Die Ausstellung wird gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.



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