Was wäre, wenn wir die Mars-Besiedelung nicht den Superreichen überlassen, sondern als gemeinschaftliches, demokratisches Projekt angehen würden? Was würden wir tun, wenn wir noch einmal von vorn anfangen könnten?
In 2026 fliegen wir gemeinsam zum Mars, um die Erde zu retten. In der Konzept-Ausstellung MARS! stellen wir die Ergebnisse und Ideen der fünf Prototypen-Workshops aus, die zeigen, dass eine Mars-Besiedelung und das, was wir auf einer klimaveränderten Erde bräuchten, nicht so weit auseinanderliegen. Die Ausstellung präsentiert fünf Prototypen, die gemeinsam mit Bürgerwissenschaftler:innen der Red Dust Society in den Bereichen Habitat, Mental Health, Food, Governance und Resource Management entwickelt wurden. Besucher:innen sind eingeladen, die Ausstellung aktiv mitzugestalten und eigene Ideen beizusteuern – denn alle Fähigkeiten, die wir für eine demokratische Mars-Siedlung brauchen, sind auch hier auf der Erde nötig, um resiliente Gesellschaften zu schaffen.
Im Projekt MARS! – Mobilizing Awareness for Resilient Societies! hat das ZKM | Hertzlab als Zukunftsabteilung des ZKM genau dieses Gedankenexperiment gewagt. Statt auf einer brennenden Erde zurückzubleiben und zuzusehen, wie die Reichen in rote Gefilde aufbrechen, haben wir den Mars zu einem Projekt für uns alle gemacht. In fünf Prototypen-Workshops haben Wissenschaftler:innen und Citizen Scientists als Red Dust Society gemeinsam gestaltet und ausprobiert, wie die Mars-Migration aussehen könnte. Im Laufe des Projekts wird deutlich: Alle Fähigkeiten, die wir für ein Überleben auf dem Mars bräuchten, sind auch hier auf der Erde nötig, um uns auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Und so fliegen wir letztlich zum Mars, um die Erde zu retten, mit dem Wissen und den Werkzeugen, die wir brauchen, um schon heute mit einer besseren Gesellschaft anzufangen.
