Mit seinem Buch Flucht vermag Roman Schafnitzel sein Publikum zu berühren. Am Freitag, 08.05. kann man sich von ihm in Schicksale mitnehmen lassen, die Fluchterfahrungen und Vertreibung im Kontext deutscher und europäischer Geschichte über den zeitlichen Bogen von 1932 bis nach 2021 mit Fluchtbewegungen nach Deutschland schlagen.
Die vom Autor erzählten Schicksale beruhen auf wahren Begebenheiten. Schafnitzel wird anhand von Auszügen aus seinem Buch historische Fluchtmotive wie Vertreibung, Verfolgung und Neuanfang schildern – und das sicherlich spannend und mit emotionaler Tiefe.
Flucht besteht aus zwei Teilen. Im ersten geht es auch um Lothar, der als Kind mit seiner Mutter aus dem damaligen Pommern vor der heranrückenden Roten Armee noch knapp fliehen konnte. Ihre erste Station war ein Auffanglager in Sylt. Hier machten Mutter und Sohn die bittere Erfahrung vieler Flüchtlinge, bei den Einheimischen nicht immer willkommen zu sein – trotz Vertreibung und dem Verlust von allem, was ihnen lieb und teuer war. Die spätere Handlung springt in die Gegenwart und greift aktuelle Fluchtbewegungen auf. Sie erzählt auch von zwei jungen Menschen aus Afghanistan, die im September 2015 nach Deutschland kamen.
Interessierte Besucher sollen sich vorher unter schulen@lksuedwestpfalz.de anmelden, um sich einen Platz für die Lesung inmitten der Ausstellung L’entre deux / das Dazwischen zu sichern. Die Ausstellung von Corine Kleck und Susanne Wadle in der Schulstr. 14 ist noch bis zum 10.05.2026 geöffnet. Das Publikum kann sie immer dienstags bis sonntags zwischen 15 und 18 Uhr, wie auch die Lesung selbst, kostenfrei besuchen.
