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Hölzerne Wellen als kulturelle Brücke über den Atlantik

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Von Mario Kühn-Dach

Der Bildhauer Martin Steinert hat eine neue Installation aus Holzlatten erschaffen, aber nicht allein. Die Wooden Cloud/Wooden Wave, die jetzt in ihren monumentalen Ausmaßen von 7,50 in der Breite und 10 m in der Höhe an der Wand des Christian von Mannlich-Gymnasiums in Homburg zu sehen ist, ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele Hände mitgewirkt haben. Durch den Sonnenlauf entsteht am Werk ein faszinierendes Lichtspiel. Es steht am Ende einer Schulpartnerschaft mit der Mills E. Godwin High-School in Henrico County Virginia/USA, die schon seit vielen Jahren gepflegt wird.

Die Schirmherrschaft dafür hat die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot übernommen, die in ihrer Rede unter anderem ihre Freude über diese Zusammenarbeit in politisch schwierigen Zeiten hervorgehoben hat. Martin Steinert, dessen Holzinstallationen auch in Dakar, Havanna, Paris, Prag oder Ramallah stehen, resümierte, wie seine Arbeiten sich immer wieder zu Friedenssymbolen entwickelten. Ganz im Sinne des Künstlers, der mit seinen Arbeiten Menschen deutlich machen möchte, dass sie Teil der Kunst sein können, haben die Schülerinnen und Schüler Botschaften auf den Holzlatten hinterlassen. Wünsche nach Frieden und Freundschaft bildeten hier den Tenor.

Für die Schülerinnen und Schüler aus dem Saarpfalz-Kreis und Henrico County war das Projekt eine besondere Erfahrung. Im Unterricht mit den Lehrkräften Andreas Dorn, Stephan Leonhardt und Joey Ungerleider und darüber hinaus erlebten sie die Mitarbeit an einem Kunstwerk aus erster Hand und konnten so ein neues Verständnis für bildende Kunst gewinnen. Obendrein verfeinerten sie auch ihre handwerklichen Fähigkeiten und schufen gemeinsame Erinnerungen.

Die Stadt Homburg und der Saarpfalz-Kreis sind mit dem Abschluss des Projekts um ein beachtliches Kunstwerk im öffentlichen Raum reicher geworden, wofür Landrat Frank John allen Beteiligten seinen Dank aussprach. Für ihr besonderes Engagement wurde auch Beate Ruffing von der Öffentlichkeitsarbeit des Saarpfalz-Kreises gewürdigt, die seit der ersten Kontaktaufnahme 1996 die Austauschbeziehungen in den vergangenen Jahrzehnten begleitet hat: “Man spürt heute richtig diese Verbundenheit in der Luft.” Auch Helen Patton, Gründerin der Patton-Stiftung, ergriff das Wort und drückte ihre Rührung über das Projekt aus: “Menschen streben immer nach Freundschaft”. Neben der Patton Stiftung wurde das Projekt finanziell gefördert vom Saarpfalz-Kreis, der Amerikanistik an der Universität des Saarlandes, dem Deutsch-Amerikanischen Institut, der Embassy of the United States of America, der Kreissparkasse Saarpfalz und dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes.

Doch ganz abgeschlossen ist das Projekt noch nicht, denn im Herbst reist Steinert in die USA. Dort sollen die Pläne für ein korrespondierendes Kunstwerk an der High-School im Henrico County Form annehmen.

Titelbild: Die Installation Wooden Cloud / Wooden Wave an der Fassade des Christian von Mannlich-Gymnasiums in Homburg, davor Martin Steinert bei seiner Dankesrede und Lehrer Andreas Dorn © Foto: Mario Kühn-Dach

Filed Under: Allgemein, News

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