Es sprechen Julia Hennings (Leiterin Amt für Kultur), Dr. Claudia Wiotte-Franz (Leiterin der Ludwig Galerie Saarlouis) und Andréa Holzherr (Kuratorin Magnum Photos Paris). Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung von Maria Mastrantonio begleitet.
Die Ausstellung „Close Enough“ präsentiert fotografische Arbeiten von zwölf Fotografinnen der renommierten Agentur Magnum Photos. Die Ausstellung wurde 2022 am International Center of Photography in New York anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Agentur erstmals gezeigt.
Der Ausstellungstitel greift ein bekanntes Zitat des Magnum-Mitgründers Robert Capa auf und hinterfragt es zugleich: „If your pictures aren’t good enough you’re not close enough.“ „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht nah genug dran.“ Ursprünglich im Kontext der Kriegsfotografie entstanden, erhält diese Aussage hier eine ganz neue und vielschichtige Bedeutung. Nähe steht nicht allein für räumliche Entfernung, sondern meint vielmehr Vertrauen, Komplizenschaft und Verbindung zwischen Fotografin und Porträtierten. Die präsentierten Arbeiten erzählen von Zugehörigkeit, Intimität und Repräsentation, thematisieren aber auch Fremdheit, Verletzlichkeit und Machtverhältnisse. Die Ausstellung stellt damit auch die Annahme infrage, dass physische Nähe automatisch auch Transparenz und Unmittelbarkeit schafft.
Zu sehen sind Werke von Olivia Arthur, Myriam Boulos, Sabiha Çimen, Bieke Depoorter, Carolyn Drake, Nanna Heitmann, Susan Meiselas, Cristina de Middel, Hannah Price, Lúa Ribeira, Alessandra Sanguinetti und Newsha Tavakolian.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit Magnum Photos Paris.
Foto: Carolyn Drake, Water Valley, Mississippi, USA, 2018, These images were made in conjunction with women who are part of a Knit Club in the small town of Water Valley © Carolyn Drake / Magnum Photos
