
Der 1961 in Mangalore geborene Sudarshan Shetty zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern Indiens. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er durch die Teilnahme an der documenta Kassel im Jahr 2002 und an der Biennale von Venedig 1997 und 2005. Dennoch ist die aktuelle Ausstellung im Museum Ludwig die erste bedeutende Einzelschau seiner Werke in Europa.
Der Künstler setzt sich in seinen Skulpturen, Installationen und medienübergreifenden Arbeiten mit existenziellen Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung, Arbeit und Spiritualität auseinander. Charakteristisch sind seine oft mechanisch bewegten Werke, in denen Alltagsobjekte zu poetischen Sinnbildern von Zeit, Ritual und Lebenskreisläufen werden. Dabei verbindet er traditionelle indische Bildwelten mit einer reduzierten, zeitgenössischen Formensprache.
Das Museum Ludwig zeigt bis zum 16.8. in der zweigeteilten Ausstellung seinen Film „A Breath Held Long“, in dem er auf poetische Weise das Leben in Mumbai thematisiert. Der Atem spielt in dieser Konzeption eine fundamentale Rolle in der Hinterfragung unseres Lebensraumes. Das rund 20-minütige Video wird von Objekten begleitet, die auf Texten des Künstlers basieren. Sie sind teils autobiografisch, teils fiktional und reflektieren verschiedene Facetten des städtischen Lebens. Drei neue skulpturale Ensembles ergänzen die Präsentation und verdichten das Thema Stadt auf symbolische Weise.
Weitere Informationen unter www.ludwigmuseum.org
Bild © Sudarshan Shetty



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