
Gestern fand die feierliche Siegerehrung des diesjährigen Lotte Hofmann-Preises statt. Der Preis wird seit 1984 vergeben. Ziel ist es, die Textilkunst in Deutschland zu fördern und das Werk herausragender Textilkünstler*innen zu würdigen. In diesem Jahr wurden mehr als 50 Bewerbungen eingereicht. Im April hat die Jury alle Einreichungen intensiv begutachtet und 23 Nominierte für die Ausstellung ausgewählt, die vom 18. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027 in der Textilsammlung Max Berk in Heidelberg zu sehen sein wird. Der Preis des Jahres 2026 ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro dotiert, das von der Hanns A. Pielenz Stiftung zur Verfügung gestellt wird. Auch werden wieder zwei junge Talente besondere Auszeichnungen erhalten, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind. Alle Preisträger*innen erhalten eine Urkunde.
Die Preisträgerin des Lotte Hofmann-Preis 2026 ist
Jeongyun Hyun (*1994, Südkorea) lebt und arbeitet als Textilkünstlerin in Halle (Saale). Sie studierte Keramikdesign an der Kookmin University in Seoul (Bachelor, 2017) und anschließend Modedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Bachelor, 2025). Der Wechsel zum Modedesign entstand aus ihrem Interesse an Stickerei, die heute im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht.
Parallel zu ihrem Studium entwickelte sie ihre Arbeit im Bereich der Handstickerei kontinuierlich weiter und realisierte zwei Einzelausstellungen in Südkorea (2023, 2024). 2025 wurde sie auf der Grassimesse in Leipzig mit dem Grassipreis der Sparkasse Leipzig ausgezeichnet. 2026 ist sie Teil der Ausstellung Talente München – Meister der Zukunft.
Die Förderpreise gehen an
Magdalena Sophie Orland (*1992) lebt und arbeitet seit 2022 als freischaffende Textil-designerin und -künstlerin in Leipzig. Sie studierte Textilkunst/Textildesign an der Ange-wandten Kunst Schneeberg (Bachelor, 2017) und anschließend Conceptual Textile Design an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (M.A., 2019). Von November 2019 – September 2020 war sie Leiterin der offenen Stickerei-Werkstatt im Grassi-Museum Leipzig.

Alexandra Ross (*1993) stammt aus der Nähe von Heidelberg und ist weltweit aktiv. Sie absolvierte ein Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (B.A., 2021) sowie anschließend den Studiengang Material & Surface Design an der Universität Reutlingen (M.A. 2026).

Titelbild: Jeongyun Hyun, Rootless Bloom © courtesy of the artist



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