
Von Burkhard Jellonnek
Eine drollige Tiergeschichte? Für Regisseurin Lara Kaiser gehören schon die Schildkröte, das Gürteltier und die Schlange nicht zum „Heiteitei“-Arsenal des Verniedlichens. Im Stück „Aus heiterem Himmel“, basierend auf einem Kinderbuch des in Kanada geborenen und im amerikanischen Los Angeles lebenden Illustrators Jon Klassen, geht es um Bauchgefühle, um die ungute Stimmung, nicht dazuzugehören. Die junge Theatermacherin, geboren in Köln, ausgebildet durch ein Regiestudium an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, kommt mit ihrem am Department for Alternative Theatre in Prag geweckten Interesse für Objekt- und Materialtheater zu ihrem persönlichen Debüt und einer Uraufführung am Theater Überzwerg Saarbrücken.
Mit Aufführungen von Kafkas „Der Verschollene“ am Jungen Nationaltheater Mannheim, mit „Punkt Punkt Komma Strich“ am Figurentheater Chemnitz und ihrer umjubelten Premiere „Schaum ich an“, Theater ab 2 Jahre, hat sie auf sich aufmerksam gemacht. Und sie überträgt ihre Neugierde auf ihr junges Publikum ab 4 Jahren. Bei „Aus heiterem Himmel“ fällt Überraschendes in die leere Wüstenlandschaft auf der Bühne. Wo bleibt da der beste Platz für Schildkröte, Gürteltier und Schlange? Es geht um Gefühle, Ängste, einen Gefühlsausbruch der Schildkröte, begleitet von ganz viel, manchmal sogar punkiger Musik. Denn große Worte sollen nicht gemacht werden, wie Regisseurin Lara Kaiser erklärt. Es spielen Anna Bernstein, Nicolas Bertholet und Jessica Schultheis.
Premiere am 12.4., 15 Uhr
Weitere Aufführungen: 14.4., 10 Uhr, 19.4., 15 Uhr
Außerdem vom 20. bis 24.4. täglich zwei Vorstellungen um 09:30 und 11:30 Uhr an wechselnden Kitas und Schulen.



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