
An keinem anderen Ort werden die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit geballt so deutlich sichtbar wie in den Städten. Im Schwerpunkt der neuen OPUS-Ausgabe betrachten wir ihre historische Entwicklung sowie ihre Bedeutung als Orte der Bildung und Kultur. Ebenso gehen wir auf die Chancen ein, die in der aktiven Gestaltung der Innenstädte verborgen liegen.
Wie gewohnt bieten wir Ihnen wieder einen umfangreichen Überblick über die kulturellen Ereignisse im Berichtszeitraum und stellen Ihnen Highlights in Theatern, Konzerthäusern und Kinos ebenso wie in Museen und Galerien vor.
Mordsgeschichten – Wolfgang Stauch verfasst Drehbücher für den Tatort
Unsere Autorin Andrea Dittgen traf den Drehbuchautoren zum Gespräch. Derzeit laufen so viele „seiner“ Tatorte in der ARD-Mediathek wie noch nie. Der 1968 in Zweibrücken geborene Literat gibt Einblicke in seine Schreibprozesse: „Ein Drehbuch ist eigentlich nie fertig“. Außerdem verrät er, welche Ziele er als nächstes ins Auge fasst. „Drehbuchschreiben ist immer eine Herausforderung“, findet Stauch. So gern er Krimis schreibt, der schon länger in Berlin lebende Autor will wenigstens einmal noch zurück zum klassischen Buch.
Die ganze Leseprobe finden Sie hier!
Aus OPUS 114: Der Pfälzer Wolfgang Stauch verfasst Drehbücher für den Tatort
Bildung und Kultur als strategische Faktoren der Stadtentwicklung
Kultur und Bildung können Städte langfristig sozial zusammenhalten, demokratisch beleben und wirtschaftlich stärken und sind damit zentrale Instrumente einer inklusiven und nachhaltigen Stadtentwicklung, die weit über ein ‚aufgeräumtes Stadtbild‘ hinausgeht. Die ‚Merz-Debatte‘ zeigt, dass es nicht darum geht, wie man ‚störende Bilder‘ entfernt, sondern wie man durch kulturelle und bildungs- und sozialpolitische Strategien lebens- und liebenswerte, vielfältige, kreative und inklusive Stadträume gestalten kann. Kommunale Kulturpolitik gilt inzwischen als Querschnittspolitik, die zugleich Sozial-, Bildungs-, Integrations-, Standort- und Stadtentwicklungspolitik ist. Kultur definiert also nicht nur das Image, sondern das reale Miteinander in der Stadt. Die kulturelle Infrastruktur von Museen und Theatern über Schulen, Hochschulen, Kultur- und Bücherläden, Plätze, Parks, Clubs, Cafés und Bibliotheken bis zu soziokulturellen Zentren schafft öffentliche Räume, in denen sich unterschiedliche Gruppen begegnen, Konflikte sichtbar werden, aber auch aushandelbar bleiben. Kultur- und Bildungspolitik in der Stadt entscheidet darüber, wer Zugang zu kulturellen Ressourcen hat und ob kulturelle Teilhabe über Milieugrenzen hinweg gelingt.




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