
von Stefanie Zutter
Das Centre Culturel de Rencontre Neimënster lädt zu einem besonderen Abend ein: Die Autorin Jina Khayyer spricht mit Henning Marmulla vom Institut Pierre Werner über ihren Roman Im Herzen der Katze – und über die politischen Erschütterungen, die seit 2022 den Iran verändern. Mit ihrem Buch, das zwischen poetischer Introspektion und scharfem politischem Bewusstsein oszilliert, hat sich Khayyer als eine der kraftvollsten literarischen Stimmen der iranischen Diaspora etabliert.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie Literatur Widerstand formt. In ihrem Roman verwebt Khayyer persönliche Erinnerung, weibliche Selbstbehauptung und die eruptive Energie der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung. Ihre Sprache ist zugleich zart und unnachgiebig, getragen von der Überzeugung, dass Erzählen ein Akt der Freiheit bleibt – gerade dann, wenn politische Systeme versuchen, Körper, Stimmen und Geschichten zu kontrollieren.
Das Gespräch im Neumünster bietet die seltene Gelegenheit, Khayyers literarische Arbeit im direkten Austausch zu erleben. Es geht um Mut, um Verlust, um die Kraft der Imagination – und um die Dringlichkeit eines Moments, der weit über nationale Grenzen hinausstrahlt. Die Zeit ist jetzt: ein Abend, der Literatur und Gegenwartspolitik miteinander ins Gespräch bringt und zeigt, wie eng beide miteinander verwoben sind.
Mehr Infos und Tickets unter: neimenster.lu
Titelbild: Jina Khayyer bei einer Lesung in Düsseldorf im November 2025 © Udoweier, Wikimedia Commons



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