Vom 14. bis 15. Februar 2026 präsentiert die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) im Alten Volksbad Mannheim das Projekt „un-gewaschen“. Die Gruppenausstellung Studierender der Freien Kunst verbindet Installation, Performance, Video, Fotografie und Sound und untersucht Prozesse des Waschens und Ungewaschenseins als körperliche, soziale und symbolische Zustände. Die Eröffnung findet am Freitag, 13. Februar 2026, um 18 Uhr statt.
Mit dem Projekt „un-gewaschen“ widmen sich Studierende der Freien Kunst der HBKsaar alltäglichen, wiederkehrenden Prozessen: waschen und ungewaschen sein, wieder waschen, ungewaschen werden. Diese scheinbar banale Schleife wird zum Ausgangspunkt künstlerischer Entwicklungen, Experimente und Erfindungen.
Im Zentrum steht der Körper – oder vielmehr seine Abwesenheit. Zurückbleibende Spuren machen ihn dennoch präsent. „Ungewaschen sein“ ist meist negativ besetzt, doch in diesem Zustand offenbart sich eine besondere Rohheit: Hüllen können fallen, gesellschaftliche Etiketten werden bewusst abgelegt. Ein befreiender Zustand!
Das Alte Volksbad Mannheim bildet dafür einen ebenso symbolischen wie konkreten Rahmen. Als Ort zwischen Gemeinschaft und Rückzug, mit geteilten Umkleiden und einzelnen Kabinen, rückt es das Isolierte ins Licht. Besucher*innen begegnen intimen Momenten des Wandels – teils direkt, teils nur über ihre Spuren. Neben Installationen sowie Video- und Fotoarbeiten spielen performative Elemente eine zentrale Rolle: Manche sind als angekündigte Performances erlebbar, andere haben bereits stattgefunden und wirken nach. Die badende Person ist nicht mehr da.
Programm zur Eröffnung am Freitag, 13. Februar 2026
18-22 Uhr – Performances im Raum
19.15 Uhr – Soundperformance: Clara Hanzal und Phileas Fiorino
20.30 Uhr – Konzert: Mleko Matki; Yeji Cho, Clara Stoltenberger und Paulina Kruszynski
Plakat: Angela Kerstner, Altes Volksbad Mannheim
