Was erwarten Reisende von fernen Ländern – und was erleben sie wirklich? Wie deuten sie das Gesehene und wie eignen sie es sich an? Reiseliteratur prägt unser Bild von fremden Welten durch ein Wechselspiel von Erwartung, Erfahrung und Reflexion.
Vier beliebte Reiseziele, mit denen ganz bestimmte Vorstellungen verbunden sind, werden präsentiert: das Heilige Land als Ziel religiöser Sehnsucht, Italien als kulturelles Traumziel, Island als Insel der Naturwunder und Südamerika als unbekannte Neue Welt. Anhand oft reich bebilderter Berichte spürt die Ausstellung dem Erleben und Erlebten früherer Reisender nach und lässt sie zu Wort kommen. So ergibt sich ein vielfältiger Blick auf Schicksale, Jahrhunderte und Kontinente: Wie bei einer Zeitreise eröffnen sich Aspekte heute erschlossener Weltgegenden, über die wir nur noch staunen können.
Die Ausstellung vom 18. März bis zum 27. Juni in der Badischen Landesbibliothek fügt die unterschiedlichen Reiseberichte zu einem Mosaik aus Sehnsucht, Nervenkitzel und Faszination zusammen.
Titelbild: Sorbetverkäufer in Florenz, in: Paul de Musset: Voyage pittoresque en Italie. partie septentrionale, Paris: Bellin-Leprieur & Morizot, 1854
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek
