
“I’ve got it, now I know exactly. I work like a painter, but I don’t paint on canvas like an oil painter. Instead, I choose textile canvases of various structures. Then I paint, or draw, using needle and thread.” Britta Marakatt-Labba
Die Kunsthalle Mainz richtet im Frühjahr 2026 die erste Einzelausstellung von Britta Marakatt-Labba im deutschsprachigen Raum aus. Im Mittelpunkt stehen ihre minutiös gearbeiteten, textilen Kunstwerke, von denen ca. 60 präsentiert werden.
Britta Marakatt-Labba (geboren 1951 in Sápmi) beteiligte sich als Aktivistin an wichtigen historischen Ereignissen für die Sámi und setzt sich bis heute für ihre Rechte ein. Während all dieser Zeit arbeitete sie künstlerisch und ist seit ihrer Beteiligung an der documenta 14 eine der bekanntesten Künstlerinnen Nordskandinaviens weltweit. Das umfasst sowohl ihr Schaffen als Einzelkünstlerin als auch als Mitglied der Máze Gruppe.
Seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit bildet das Sticken ihre Praxis. Mit Nadel und Faden übersetzt Britta Marakatt-Labba ihren Lebensraum in Bilder. Ihre Motive findet die Künstlerin in der Natur, dem Alltag der Sámi, ihrer Mythologie, doch ebenso in historischen Ereignissen. Das Arbeiten mit der Nadel erfordert Ruhe, Ausdauer und ein enormes technisches Geschick. Tausende von Stichen formen sich zu Landschaften und Erzählungen über eine verletzliche Welt und deren Bewohnende.
Kuratiert von Stefanie Böttcher und Marlène Harles
30.01 – 26-07.26
Foto © Britta Marakatt-Labba, The Crows, 2001, Stickerei auf Textil, 65 x 135 cm



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