
Die Art Residency Schloss Balmoral (ARSB) lädt ab dem 25.07.26 zur ersten „BAD BIENNALE“ in Bad Ems ein. Dabei verwandeln KünstlerInnen den Kurort 9 Tage lang in einen offenen Ausstellungsraum für moderne Kunst. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Tricksters, unite“, und stellt die Werke der Kunststipendiat*innen des Jahrgangs 2025, sowie ausgewählte Gastbeiträge aus.
Bereits seit 2013 fördert die ARSB KünstlerInnen aus aller Welt durch Stipendien. Die StipendiatInnen leben und arbeiten während ihres Aufenthalts mehrere Monate in der prachtvollen Villa, die einen Ort für künstlerische Produktion und theoretische Reflexion schafft. Dabei variieren die Projekte der KünstlerInnen von Poesie und Musik bis zu Installationen und Skulpturen. Durch die BAD BIENNALE werden diese Arbeiten in den öffentlichen Raum getragen und BesucherInnen können sich auf neue Ansätze der Kunstszene freuen. Die künstlerischen Positionen werden sich sowohl das 2025 Thema „Tricksters, unite“ als auch das aktuelle Thema „Alchemie“ beziehen. Der Stadtbürgermeister, Oliver Krügel, betont die Bereicherung der ARSB: „sie öffnet unsere Stadt für die Welt und bringt die Welt zu uns“.
Bad Ems wird nicht nur zur Kulisse sondern zum eigentlichen Ausstellungsraum. Die Ausstellungsprojekte sind auf Villen, Stadthäuser, den Kulturpark und sogar die Seilbahn verteilt. Das besondere Ausstellungsformat animiert die BesucherInnen dazu den Ort, der zum UNESCO – Welterbe gehört, neu zu entdecken. Dieser bleibt also nicht nur als historisches Denkmal, sondern auch als lebendiger Raum in Erinnerung.

Das ehemalige Caféhaus Maxeiner, jetzt MAXINE, eröffnet die Ausstellung Samstag um 14 Uhr. Der Wandel vom Café zum Projektraum steht exemplarisch für die Idee der BAD BIENNALE: Bestehende Orte werden nicht vergessen, sondern mit neuen kulturellen Funktionen belebt. Das einstige Traditionslokal dient für die Woche als Informations – und Begegnungsort. Hier können die BesucherInnen Programmübersichten erhalten, Informationen über die Ausstellung erhalten, und Gleichgesinnte treffen. Der Projektraum bestärkt den Austausch zwischen KünstlerInnen und Kunstinteressierten, dient also als Schnittpunkt von Kunst und Kultur. Wenn im MAXINE keine Arbeiten der StipendiatInnen zu sehen sind, steht der Raum für Kooperationen mit StudentInnen, BürgerInnen oder GastkünstlerInnen zur Verfügung.

Vom 25.7 bis zum 2.8 lädt das Festivalprogramm zu einer Entdeckungsreise durch Bad Ems ein. Neben den Ausstellungen die regelmäßig von 14 bis 19 Uhr geöffnet sind, gibt es tägliche LIVE-Veranstaltungen. In den Ausstellungen kann man unter anderem die Gemälde von Luis Bruder betrachten. Seine Bilder sind durch ikonographische Recherchen, Experimente und spielerisches Schaffen entstanden. Auch die Zeichnungen von Christian Diaz Orejarena sind in der Ausstellung zu sehen. Seine Werke thematisieren die Verflechtung in disziplinierende Identitätsregime und helfen dabei, selbstverständlich wirkende Normalitäten infrage zu stellen.
Am 26.7 wird um 18:30 Uhr das Performance Stück „BEYOND THE BODY“ aufgeführt, das in einer einjährigen Zusammenarbeit entstanden ist. Das Projekt einstand in einem tiefen künstlerischen Austausch zwischen queeren Kreativen aus Südafrika und Deutschland. Die Arbeit möchte einen Weg des Seins jenseits von Konkurrenz und toxischer Effizienz verbreiten. Dabei wird die mythologische Figur des Tricksters zu einem zentralen Symbol. Am 31.7 werden ab 15 Uhr die Studios von Anna Herrgott, Jens Gussek und Rita Daubländer geöffnet. Das Publikum bekommt so einen seltenen Einblick in die Arbeits- und Entstehungsprozesse verschiedener artists.
Ziel der Veranstaltung ist es, neue internationale Ansätze der Kunst zu präsentieren, und den Ort neu erlebbar zu machen. Katharina Fink, die Direktorin der ARSB, lädt dazu ein, die Zeit zu vergessen und sich in Werken und Ästhetiken zu verlieren.
https://balmoral.de/veranstaltung/bad-biennale/
Titelbild: Schloss Balmoral Luftperspektive, Gemeindefrei



Schreibe einen Kommentar