
Das Saarländische Künstlerhaus eröffnet am 28.01.2026 um 19:00 Uhr neue Ausstellungen in ihren Räumlichkeiten.
ANNA HOLZHAUER & ANJA KÖHNE – „FOG – Das Sichtbarwerden von Luft“ (Video, Fotografie, Skulptur) in der Galerie 1 & 2
Titelbild: FOG © Anja Köhne
FOG thematisiert die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, zwischen Wissen und Nichtwissen und ist der Versuch einer Annäherung an Übergänge – an das Dazwischen von Körper und Umgebung, von Innen und Außen, von Geburt und Verwandlung.
Anja Köhne (Video, Fotografie) und Anna Holzhauer (Skulptur) setzen sich in ihren Arbeiten mit Zuständen von Luft und Wasser als elementaren Trägern des Lebens auseinander.
Luft und Wasser sind dabei nicht nur physisch präsent, sondern ein Bild für Übergänge – für das Prä- und Postnatale, für den Moment, in dem sich Leben formt und gleichzeitig entzieht.
Die Skulpturen von Anna Holzhauer geben dem Flüchtigen ein Volumen. Sie umkreisen Formen, die an Körper erinnern, an Hüllen und Behältnisse. Ihre Materialien verweisen auf Verletzlichkeit und Fragmentierung.
Anja Köhne greift in ihren Videoarbeiten und Fotografien atmosphärische Bilder auf, in denen Körper, Wasser, Nebel und Licht ineinander übergehen. Ihre Arbeiten sind keine Abbilder, sondern Annäherungen an Prozesse – an das Unscharfe, das nicht Fixierbare, das in Bewegung bleibt.
FOG ist ein gemeinsamer Denkraum. Eine Suche nach Sichtbarkeit jenseits des Konkreten.
JOANNA SCHULTE – „RETOUR“ (Installation) im Studio

Für die Arbeit „An Oliver“ wurden über 1700 Ersttagsbriefe aus der DDR mit gültigen Briefmarken versehen und an eine fiktive Person, Oliver, gesendet. Aufgrund von unzureichender Adressangabe kommen diese an die Absenderin, die Künstlerin selbst mit c/o an die unterschiedlichsten Stipendienorte oder Kunstinstitutionen zurück. „An Oliver“ ist ein poetisches Relikt des handgeschriebenen Briefes – konzeptuell, analog und visuell zugleich – Tagebuch und künstlerische Forschung. Die Arbeit verhandelt Erinnerung, Materialität und das drohende Verschwinden des klassischen Postwesens durch digitale Kommunikation. Sie diskutiert Deutsch-deutsche Vergangenheit als auch das aktuelle Zeitgeschehen, inszeniert nonverbale Kommunikation mittels nationaler und internationaler Briefmarken und verknüpft damit auch die Thematik des Reisens, die scheinbare Aufhebung von Grenzen, die zur Reflexion des Heimatbegriffs führt.
Fragen nach der Archivierung von Daten, nach dem Verbleib und Status von digital verschickten Nachrichten und online veröffentlichten Postings stehen so traditioneller Verschriftlichung, dem „echten“ handgeschriebenen Brief gegenüber, der als greifbares, materielles Relikt bleibt.
Für die Ausstellung im Saarländischen Künstlerhaus entstand eine eigene Edition.
Joanna Schulte, geb. 1969 in Osnabrück, lebt als multimedial arbeitende Künstlerin in Hannover.
ROMAN CONRAD – „Analogien am Rande des Aux-Wegs“ (Klangkunst) im studioblau

Jedes Jahr vergibt das Saarländische Künstlerhaus ein einjähriges Atelierstipendium, das von der Peter und Luise Hager-Stiftung finanziell unterstützt wird. Zum Abschluss präsentieren die Stipendiat:innen ihre im Atelier entstandenen Arbeiten und Ergebnisse in einer Ausstellung. Roman Conrad, Klang- und Experimentalmusiker, hat das Atelier als eine Art Labor für ein Akusmonium bzw akusmatische Klänge genutzt. Die technischen Voraussetzungen hierfür hatte er im Laufe des Jahres entwickelt und ausgebaut und so ein experimentelles Umfeld erschaffen. Erste Arbeiten werden nun in der Ausstellung im studioblau zu sehen und zu hören sein. Geplant ist eine ortsbezogene, immersive Arbeit. Roman Conrad liebt die Bewegung, Anordnung und Bedeutungen von Klängen im Raum. Bei früheren Arbeiten platzierte er Objekte im Raum, deren Klang sich mit denen der Umgebung vermischte. Die Reproduktion in Mehrkanaltechnik lag seit dem Kunststudium in seinem erweiterten Fokus. Im Saarländischen Künstlerhaus hat er sich nun ein Werkzeug gebaut, um seine Ideen vom akusmatischen Raum umzusetzen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Freitag, 06.03.2026, 20.00 Uhr „Hörstück. Eine Komposition speziell für studioblau.“ und Katalogpräsentation
Das Atelierstipendium wird von der Peter und Luise Hager-Stiftung unterstützt.
Die Ausstelllungen sind bis zum 22.03.2026 zu sehen.
Alle Infos unter:
Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken e.V.
Karlstraße 1
66111 Saarbrücken
info@kuenstlerhaus-saar.de
www.kuenstlerhaus-saar.de
Tel +49 681 372485



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