Fluppe + Dramatist
Flup·pe /Flúppe/ Substantiv, feminin [die]
steht umgangssprachlich für Zigarette. Sie ist mithin ein fast niedlich klingendes Wort für eine nicht ganz ungefährliche Sache. Hier und dort wird auch ein misslauniger Gesichtsausdruck als Fluppe bezeichnet. Beide Beschreibungen passen auf die Band ziemlich gut.
fluppe sind der Stengel, der in deinem Vorgarten nichts verloren hat, der Vogelschiss auf deinem Volkswagen. fluppe sind ein Post-Punk-Quartett aus der Hansestadt Hamburg, das ebenfalls ein Faible für Pop und Shoegaze hat. Der ehemalige Intro Chef Daniel Koch (u.a. Musikexpress, Diffus) schreibt: „(…) musikalisch kommen einem eher diese räudig-poetschen Post-Punk-Bands wie shame, Protomartyr oder auch IDLES in den Sinn.“ Kombiniert man dies mit der für die Hamburger Schule typischen Haltung und Skepsis gegenüber den bestehenden Verhältnissen, so hat man in etwa die Koordinaten zusammen. Mehr braucht man nicht.
Die Fluppe ist feminin.
DRAMATIST
Es gibt Debüts, die sich vorsichtig vortasten. Und es gibt „Wasting Words“. Ein Album, das nicht fragte, ob es da sein darf, sondern 2026 mit voller Wucht in den Raum trat.
Bereits 2025 betraten DRAMATIST die Wasteland Stage des Wacken Open Air ohne eine einzige veröffentlichte Note – und spielten, als hätten sie seit Jahrzehnten ein Anrecht auf diesen Boden. Kein Mythos, kein Marketing: Sie haben das Ding abgerissen.
Wasting Words: Acht Songs, kein Gramm Fett.
Musikalisch ist „Wasting Words“ ein unberechenbares Gitarrenalbum, gespeist aus ungewöhnlichen Tunings, offene Stimmungen, Reibung als Prinzip.
Ein Live-Gefühl, das jederzeit auseinanderbrechen könnte und gerade deshalb so lebendig wirkt.
DRAMATIST sind: Oskar Brozek, Moritz Vandreier, Roman Pelz, Johann Dallmeyer und Marco Van Gete.
Copyright Fotos:
Fluppe: Caren Detje
