Aus der Sommerpause zurück, läutet die Galerie Peter Zimmermann mit einer neuen Accrochage die zweite Jahreshälfte ein. Vom 19. September bis 31. Oktober werden Arbeiten von Johannes Geccelli, Ben Willikens, Kuno Gonschior sowie weiteren Künstlern der Galerie präsentiert.
Johannes Geccelli (1925–2011) widmete sich in seinem Werk der Farbe und ihrer Wahrnehmung und zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Farbfeldmalerei. In seinen Kippbildern scheinen fein abgestufte Farblagen aus der gewohnten Ordnung der Bildfläche zu geraten und in diagonale Bewegung überzugehen. Die Arbeiten „Neigekipp rot“ und „Neigekipp grün“ (beide 2001) verbinden Farbe, Licht und Bewegung zu einem subtilen visuellen Wechselspiel, das den Blick unmittelbar auf den Akt des Sehens lenkt.
Ben Willikens (*1939 in Leipzig) beschäftigt sich in seiner Malerei mit Raum, Licht und menschlicher Abwesenheit. Das 1975 entstandene Werk „Waschbecken“ steht im Zusammenhang mit seiner frühen Auseinandersetzung mit den Räumen und dem Inventar psychiatrischer Anstalten. Die präzise Darstellung in fein abgestuften Grau- und Weißtönen verleiht dem alltäglichen Gegenstand eine eigentümlich stille und entrückte Atmosphäre. Menschliche Präsenz bleibt unsichtbar und wird allein über die Vorstellung des Betrachters erfahrbar.
Kuno Gonschior (1933–2010) zählt zu den bedeutenden deutschen Nachkriegskünstlern der Auseinandersetzung mit Farbe. In seinem Werk wird sie zum eigentlichen Gegenstand der Malerei. Charakteristisch sind dicht gesetzte Punkte und Farbflecken, die zu lebendigen, flimmernden Farbgefügen verschmelzen. In „o. T.“ von 1961 entsteht aus einzelnen Farbsetzungen ein sich stetig veränderndes visuelles Erlebnis, in dem Farbe zu einem eigenständigen Bildraum wird.
Die Accrochage gibt Einblick in das vielfältige Programm der Galerie und verbindet unterschiedliche künstlerische Positionen zu einer gemeinsamen Präsentation.
