Ausgangspunkt war ein ungewöhnlicher Austausch: Studierende der Klasse von Prof. Nasan Tur an der HBK Braunschweig und des Seminars „Ausstellungspraxis“ von Leonore Leonardy an der HBKsaar verschickten anonym Kartons mit persönlichen Gegenständen zwischen Braunschweig und Saarbrücken.
Ohne Informationen zu Herkunft oder Bedeutung der Objekte entwickelten die Empfänger*innen daraus eigene künstlerische Arbeiten. Die Gegenstände konnten verändert, neu zusammengesetzt oder als Impuls für neue Ideen genutzt werden. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten erfolgte dabei ausschließlich über die verschickten Objekte.
Aus diesem offenen Prozess sind vielfältige Werke entstanden, die nun erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung aufeinandertreffen. Die Arbeiten reichen von Fotografie, Malerei und Zeichnung über Video, Sound Art und Performance bis hin zu Installation, Skulptur und Kunstvermittlung. Im Mittelpunkt stehen die neuen Bedeutungen und Erzählungen, die aus der Begegnung mit den anonymen Gegenständen hervorgegangen sind.
Mit Beiträgen von 26 Künstler*innen lädt die Ausstellung dazu ein, Fragen nach Erinnerung, Transformation und künstlerischer Aneignung nachzugehen. Was geschieht, wenn Dinge ihren ursprünglichen Kontext verlieren und in fremde Hände gelangen? Die Antworten darauf zeigen die entstandenen Arbeiten.
