
Kulturkampf
Kultur ist im ständigen Wandel – doch wann wurde aus dem Wandel eigentlich ein Kampf? Der Begriff Kulturkampf prägt zunehmend unseren Alltag. Was einst als historischer Konflikt zwischen Kirche und Staat galt, beschreibt heute die tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gesellschaft. Traditionelle Normen treffen auf progressive Veränderungen. Ob in der Kunst, im Theater oder im alltäglichen Miteinander: Überall erleben wir einen intensiven Konflikt um die kulturelle Zukunft, bei dem die Fronten verhärten und die Kompromissfähigkeit zunehmend verloren geht. Kulturkampf ist aber nicht eindimensional, sondern findet in allen Bereichen unseres Lebens statt. Egal ob Institutionen, Länder oder Sprachen: Alles kämpft um die Daseinsberechtigung, aber Reibung erzeugt bekanntlich Kraft.
Das OPUS-Kulturmagazin blickt in der aktuellen Ausgabe hinter die Kulissen dieser Debatten. Wer bestimmt was bleibt? Wie viel Veränderung braucht Kultur? Und welche Rolle spielen die Medien in dieser Polarisierung? Unsere Autorinnen und Autoren beleuchten die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven. Entdecken Sie tiefgründige Analysen, streitbare Essays und inspirierende Kommentare zu dem Thema.

Theater im Überlebenskampf – ein Essay
In der Gesellschaft dieser Tage haben sich die Statussymbole verändert. Statt mit einem Premierenbesuch oder einem Theaterabonnement macht man mindestens ebenso viel Eindruck mit dem hauseigenen wandfüllenden Bildschirm, auf dem man die Berliner Philharmoniker oder die Metropolitan Opera ins Wohnzimmer holen kann und auf dem Streaming-Dienste erstklassige Filmbilder in die Loge der heimischen Couch liefern. Was nun kann das Theater tun, um wieder an Boden zu gewinnen? An Umtriebigkeit fehlt es den Theatern nicht. In ihren partizipativen Programmen gehen die Häuser in Schulen, Kindergärten und auf die Straße, veranstalten Konzerte, Vorträge, Lesungen, Bürger- und inklusives Theater und vieles mehr. Wichtiger ist, dass das Theater sich auf sein Wesen zurückbesinnt. „Theater ist Krise“ hat Heiner Müller einst konstatiert und damit meinte er keine Geldnot.
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Bloom up! – Die Sprache der Blumen
„Jeder Mensch verbindet Erinnerungen, Gefühle und besondere Momente mit ihnen. Blumen schaffen sofort emotionale Nähe – ästhetisch, zugänglich und voller persönlicher Bedeutung“, schreibt Prof. Dr. Eckart Köhne, Direktor des Badischen Landesmuseums. Gemeinsam mit Susanne Schulberg leitet Köhne auch die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden.
Die Kooperation beider Häuser stellt in „Bloom up“ historische Kulturgüter und zeitgenössische Kunst gegenüber: Bauernschränke aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Blumenmotiven als Liebessymbol sind neben den großformatigen Blütenskulpturen des Künstlerpaares Petrit Halilaj und Álvaro Urbano platziert. Dessen übergroßen Blumen wirken wie aus einer Szene aus Alice im Wunderland.
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Innovation aus dem Saarland
Aus kleinsten Anfängen zum international erfolgreichen Pharma-Spezialisten
Die Geschichte der URSAPHARM Arzneimittel GmbH ist eng mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Saarlandes nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Aus den Anfängen eines regional tätigen Handelsunternehmens entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte ein international erfolgreiches Pharmaunternehmen, das heute zu den führenden Herstellern ophthalmologischer Arzneimittel und Medizinprodukte zählt. Die Wurzeln des Unternehmens reichen in die 1950er-Jahre zurück. Das Saarland befand sich damals in einer wirtschaftlichen und politischen Umbruchphase und war noch stark durch Frankreich geprägt. In dieser Zeit erkannten die Saarbrücker Apotheker Werner Bernhard (1903–1984) und Werner Buxmann (1913–1989) das Potenzial hochwertiger Präparate für die Augenheilkunde. Als Vertriebspartner der elsässischen Laboratoires POS aus Kaysersberg brachten sie deren Produkte zunächst erfolgreich auf den saarländischen Markt und bauten den Vertrieb anschließend auf die Bundesrepublik Deutschland aus.
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