
Seit der Gründung 2016 steht das Korso-op.Kollektiv für immersive und interaktive Kunstformen in der Großregion Saar-Lor-Lux. Das internationale Team bespielt unkonventionelle Orte wie Bunker oder Leerstände, um Räume für einen interkulturellen Diskurs zu schaffen. Mit dem barrierefreien Prinzip „Austritt statt Eintritt“ bricht der gemeinnützige Verein Sehgewohnheiten und begeistert ein junges Publikum für seine collageartigen, multimedialen Produktionen, die gesellschaftspolitische Phänomene hinterfragen.
Zum 10. Geburtstag feiert die Gruppe nun eine außergewöhnliche Premiere. Am 18.9 präsentieren sie zum letzten Mal im Saarbrücker Garelly-Haus „FROZEN ELYSION“. Die Aufführung ist eine installative Theater-Performance, die das Konzept der Leere umkreist und die Ambivalenz aus Angst und Sehnsucht nach Schwerelosigkeit behandelt. Stilistisch verspricht der Abend eine schrille Montage aus Glam, Punk und Camp: „Es wird bunt, schrill, grausam und erheiternd“, verspricht das Kollektiv. Die Inszenierung ist eine Hommage an das Leichtwerden und die Momente des Fluiden und setzt ein klares Statement gegen die Verhärtungsprozesse unserer Gesellschaft. Für das Projekt gestalten die KünstlerInnen das Garelly-Haus völlig neu, indem sie ein Ladenlokal mit großen Schaufenstern zur Straße hin bespielt. Dadurch entsteht ein dynamisches Wechselspiel von Innen- und Außenwelt. Das dreiköpfige Ensemble performt musikalisch wie eine Live-Band und bricht damit die klassische Distanz zur Bühne auf. Dem Projekt ging eine sechsmonatige Recherchephase voraus. Das Team sammelte dafür Interviews, politische Reden und autobiografisches Material, um diese schließlich mit Auszügen aus Wolframs Lotz´ Werk „Einige Nachrichten aus dem All“ zu verbinden. So entstand eine dichte, vielschichtige Collage, die bewusst Grenzen zwischen Fülle und Leere erkundet.
Bild: Flyer zur Aufführung „FROZEN ELYSION“ © V. Kandaurova



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