© MOZE156, Place Colonel Fabien Paris (juillet 2001) – 29 x 41,5 cm. Collection Particulière, Courtesy Taxie Gallery

 

Sketch, de l’esquisse au graffiti – Exposition jusqu‘ au au 12 septembre
Arsenal, Galerie d’Exposition
Entrée libre
* La Galerie d’Exposition sera exceptionnellement fermée du 2 au 9 août inclus.

Sketch, de l’esquisse au graffiti est la toute première exposition de cette importance en Europe.
Consacrée et dédiée essentiellement au sketch (esquisse), elle sera la première exposition institutionnelle en Europe à faire la lumière sur cette partie peu connue du grand public et qui pourtant est l’essence même du mouvement graffiti.

L’exposition Sketch offre une plongée inédite dans les archives secrètes du graffiti et dévoile une pratique totalement méconnue de ce mouvement : le dessin, de l’esquisse préparatoire à l’œuvre d’art.
Déployée sur plus de 280 m², l’exposition permet de découvrir l’étendue, la richesse et l’importance du dessin dans le graffiti à travers un parcours découpé en cinq chapitres (l’esquisse préparatoire – la guerre des styles – les blackbooks – l’art du sketching) et un ensemble exceptionnel de plus de 200 œuvres qui retrace plus de trente ans du graffiti français. Entre photographies, œuvres originales, carnets de croquis, vidéos et interventions in situ, Sketch dévoile au spectateur les archives secrètes du graffiti, encore jamais présentées au public.
À l’heure d’une reconnaissance de l’art urbain par le grand public et les institutions, l’exposition muséale Sketch, de l’esquisse au graffiti apporte une réponse historique et primordiale qui participe à la reconnaissance de cette culture et de ses artistes, comme véritable mouvement artistique.

Exposition organisée par Taxie Gallery et co-curatée par Valériane Mondot et Myriama Idir.
Exposition présentée dans le cadre du parcours Street Art du Festival Constellations de Metz.

Ausstellungsansicht in der Beuys-Sammlung des Museums Wiesbaden. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

(red.) Joseph Beuys (1921—1986) ist einer der wichtigsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Entdeckung ist der erweiterte Kunstbegriff: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“ Seitdem steht jede und jeder täglich vor der Entscheidung, jegliches Tun und Lassen unter den Anspruch „Kunst“ zu stellen sowie Kraft und Potential dieser Wahl zu verantworten. Es liegt auf der Hand, dass man dazu nicht unbedingt an einer Kunstakademie studiert haben muss, sondern alle Menschen hier als Künstler gefragt sind, in allen Lebens- und Arbeitsbereichen der Gesellschaft. So kann man sich auch den Krisen der Gegenwart aus einem künstlerischen Impuls heraus zuwenden.

Das Museum Wiesbaden besitzt eine bedeutende Beuys-Sammlung, die der Medizinhistoriker Prof. Dr. Dr. Axel Hinrich Murken zusammentrug. Über Jahre beschäftigten sich Beuys und Murken gemeinsam mit der Frage nach den Heilkräften der Kunst. Wir nehmen den 100. Geburtstag des Ausnahmekünstlers zum Anlass, um das besondere künstlerische Potential der Beuys’schen Werke zu aktivieren. Dazu finden im Laufe des Jahres drei Interventionswochen statt.

„Ich muß aber auch andere Menschen an die Sache heranführen, also ich muß sofort in ein Gespräch mit anderen Menschen kommen und deren Argumente hören, denn ich kann nicht behaupten, daß das, was ich herausgestellt habe, etwas ist was objektiv und nach allen Seiten hin richtig ist […] was ich hier herausgebracht habe, ist das Ergebnis meiner Arbeit und bitte jetzt weitergehende Argumente, denn ich bin ja in der Entwicklung.“ (Joseph Beuys im Gespräch mit Volker Harlan; Werkstattgespräch, Was ist Kunst? Bochum 1979)

1. Intervention
„Bis alles gesagt ist — Gespräche im Beuys-Raum zu den Heilkräften der Kunst“
3—11 Jul 2021

2. Intervention
„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden — Gespräche über Demokratie“
27—30 Jul 2021

3. Intervention
„Die Heilkräfte der Kunst“
5—12 Okt 2021

Johann Friedrich Voltz, Weidende Kühe (Detail), 1875. Foto: Museum Wiesbaden / Dirk Uebele

(red.) Wie an einer Perlenschnur reiht die Ausstellung „Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften“ die mannigfaltigen künstlerischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts auf und dokumentieren die einzigartigen malerischen Fähigkeiten dieser Epoche. Zahlreiche Neuerwerbungen wie Fritz von Uhdes Im Klostergarten von 1875 oder Hans Makart Die Frau des Künstlers als Flora von 1883 werden erstmals präsentiert und bereichern die Galerie des 19. Jahrhunderts im Museum Wiesbaden.

Kaum ein Jahrhundert hat die Welt so radikal und umfassend verändert, wie das 19. Jahrhundert. Diese Zeit war durchdrungen von gesellschaft-lichen Spannungen, übersteigertem Hochmut und der Ernüchterung nach dem Fall. Die Schau Neues aus dem 19. wirft die Frage auf, wie sich die Kunst in einem sich politisch und gesellschaftlich selbst suchenden Deutschland verhielt und welche Rolle sie in dieser komplexen nervösen Zeit einnahm. Die Ausstellung ist in Gattungen gegliedert, um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ringen innerhalb des damaligen akademischen Betriebs, mit seinem Bestreben am Bestehendem festzuhalten, während einige Künstlerinnen und Künstler versuchten, daraus auszubrechen oder den Gang durch die Institutionen wählten, um Veränderungen zu erreichen. Versammelt werden in der Ausstellung malerische Landschaftsansichten, Genrebilder, Historiengemälde, Landidyllen mit Nutztieren oder Darstellungen feiner Damen.

Ausstellung: noch bis 26.9.21

Weitere Informationen: www.museum-wiesbaden.de

Eric Schwarz, Als ob niemand zusieht, Mural & Foto © Eric Schwarz

(red.) Aus den Ausstellungsräumen heraus initiiert die Stadtgalerie Saarbrücken künstlerische Projekte im Stadtraum. Gemeinsam mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Kooperationspartner*innen in der Stadt wird die Gestaltung einer vielfältigen Stadt gefördert.

Für die Fassade des Getränkehändlers A. Stein & Sohn GmbH in der Katholisch-Kirch-Straße hat die Stadtgalerie den Saarbrücker Illustrator und Künstler Eric Schwarz eingeladen, ein Wandgemälde, ein sog. Mural, im Stadtraum zu gestalten. An der viel frequentierten Straße in der Innenstadt und direkt gegenüber den Toren zum Innenhof der Stadtgalerie gelegen, verweist das Kunstwerk nach innen, auf den Ausstellungsort der Stadtgalerie. Gleichzeitig können durch das Mural Passant*innen und Bewohner*innen der Kunst in der Stadt begegnen.

Eric Schwarz wählte ein Motiv, das sich auf die weitverbreitete Bildunterschrift von Selbstporträts, sog. Selfies, auf der Social Media Plattform Instagram bezieht. Dort verwenden viele Nutzer*innen den Satz „Kinda felt cute, might delete later“ (Fühlte mich süß, vielleicht lösche ich es später) als Bildunterschrift für Selfies, was nicht immer selbstironisch zu verstehen ist. Dahinter kann das Bedürfnis liegen, gesehen zu werden und die gleichzeitige Angst vor dem Urteil der Online-Community. Eric Schwarz sagt über seine Arbeit: „Ich bin neugierig, wie der Wunsch gesehen zu werden und die anschließende Reaktion der Menschen im Internet dazu, auf uns zurückfällt und verändert, wie wir uns selbst sehen. Um meinen Punkt zu unterstreichen, habe ich die Wand in einem instagram-fähigen Stil gemalt. Die Betrachter*innen können sich vor die von mir gemalte Figur stellen, ihren Platz einnehmen, ein Foto machen und es posten, und es dann wieder löschen.“

Die Stadtgalerie forciert einen nachhaltigen Austausch mit den Bewohner*innen und Unternehmer*innen in der unmittelbaren Umgebung. Die Kooperation mit dem Getränkehändler Hendrik Stein ist ein Anfang, weitere Projekte mit und in der Nachbarschaft umzusetzen.

Amos Gitai & Henri Alekan 1986 © Gal deren d

 

Eröffnung

„DES LUMIÈRES ET DES OMBRES“ /
”VON LICHT UND SCHATTEN”

eine deutsch-französische Ausstellung über das Werk des Kameramannes und Autors der Filmgeschichte „Des lumières et des ombres“ Henri Alekan
im Pingusson Gebäude (ehem. französische Botschaft)

am Donnerstag, 15. Juli 2021, 18:00 Uhr
Hohenzollernstraße 60, Eingang über den Park

66117 Saarbrücken

 

 

Die Ausstellungseröffnung findet im Rahmen des “Sommerkinos” des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis statt.

 

Henri Alekan (1909 – 2001)
gehört zu den bedeutendsten Filmkameraleuten des 20. Jahrhunderts.

Zu den bekanntesten Werken des lichtbegeisterten französischen Künstlers gehören seine magisch-surreale Lichtgestaltung von Jean Cocteaus Spielfilm „La Belle et la Bête“ und seine Mitarbeit an Wim Wenders „Der Himmel über Berlin“.

 

Für das Saarland realisierte er 1952 den Imagefilm „La Sarre, Plein Feux / Saarland“, Glückauf!, der einzigartige Eindrücke aus der Nachkriegszeit dokumentiert.

 

In seiner einflussreichen Geschichte des Filmlichts „Des lumières et des ombres“ (1998) entwickelt Alekan seine Lichtkonzepte für filmische und mediale Inszenierungen in der Auseinandersetzung mit klassischen Werke der europäischen Kunstgeschichte (Rembrandt, Georges de la Tour, Vermeer…). Das Lehrbuch bringt Kunst und Technologie in einen beispielhaften, bis heute wegweisenden Dialog und erinnert an die zentrale Rolle künstlerischer Erfahrung in Gestaltung und Einsatz neuer Technologien.

 

Ausschnitte der Publikation werden in der Ausstellung Szenen seiner Filme gegenübergestellt. Grafiken zur Lichtinszenierung sowie Setbilder geben dem/der Betrachter:in die Möglichkeit, sich dem Planungs- und Arbeitsdenken Henri Alekans anzunähern.

MUDAM © Christian Aschman

(red.)

Highlights im Juli:

*Vorführung von Next Step – Michel Majerus

04.07.2021 | 13h00, 15h00 & 17h00 | Mudam Auditorum

Deutsch mit englischen Untertiteln

Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean präsentiert Next Step – Michel Majerus, ein Dokumentarfilm über das Leben und Werk des Luxemburger Malers Michel Majerus. Die Verbindung zwischen dem Mudam und Majerus reicht bis in die Anfänge des Museums zurück. 2007 widmete das Mudam dem Künstler, dessen Werk mit mehreren Arbeiten in der Mudam Sammlung vertreten ist, eine große monografische Ausstellung.

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer zieht es den luxemburgischen Künstler Michel Majerus in die deutsche Hauptstadt. Berlin ist zum Hotspot der bildenden Künste geworden, und es dauert nicht lange, bis der junge Maler auf sich aufmerksam macht. Seine komplexen und oft sehr großformatigen Kunstwerke, welche Zitate aus Popkultur, Comics, Werbung und Kunstgeschichte enthalten, bleiben nicht unbemerkt. Michel Majerus macht sich schnell einen Namen auf internationaler Ebene. Im Jahr 2002 findet seine Karriere jedoch ein jähes Ende: der 35-jährige Maler kommt bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben.

Wie kann man das Werk eines Künstlers nach dessen frühzeitigem Tod bewahren und weiterleben lassen? Der Dokumentarfilm Next Step beschäftigt sich mit dieser Frage, indem er das Schaffen eines einzigartigen Malers Revue passieren lässt.

8€ (Zugang zu den Ausstellungen inklusive) | Gesichtsmaske obligatorisch | Die physische Distanzierung ist einzuhalten | Begrenzte Teilnehmerzahl | Änderungen und Absage vorbehalten | Anmeldung erforderlich: https://www.mudam.com/rsvp-majerusfilm

 

*Vorführung von Alpi von Armin Linke

18.07.2021 | 16h00 | Mudam Auditorium | EN

Im Rahmen von Radio Disaster: The Climate Change Series

Alpi ist das Resultat eines siebenjährigen Forschungsprojekts zur aktuellen Wahrnehmung des Alpenraums. Orte und Situationen aus allen acht Anrainerstaaten werden einander gegenüberstellt; dabei werden vier Sprachräume umspannt. Die Alpen werden wie eine Insel betrachtet, die mit verschiedenen globalen Transformationsprozessen in Zusammenhang steht. Wir haben viele Reisen in die Alpenregion unternommen und sind dabei ironischerweise bis nach Dubai gekommen. Der Film zeigt die Alpen aufgrund ihrer Komplexität und ihrer Bedeutung für die Umwelt als Schlüsselort, wo die Vielschichtigkeit sozialer, ökonomischer und politischer Beziehungen sichtbar wird. Im Europa von heute sind die Alpen ein Saatbeet der Moderne und ihrer Illusionen.

„Fahren Sie in die Alpen? Wollen Sie Wandern gehen? Träumen Sie davon, in der Schweiz Ski zu fahren? Dann schauen Sie sich zuerst den Film von Armin Linke an. Doch Achtung! Sie werden ständig drinnen sein, tief in Laboren, Fabriken, Skigebieten oder Schweizer Bunkern tief in den Bergen. Armin Linke ist gelungen, was er schon seit Jahren mit der Fotografie schafft, nämlich die Hüllen zu verorten, in denen unser Leben sich entfaltet. Dies ist der unkritischste Film, der je über die vollkommene Künstlichkeit der modernen Welt gemacht wurde. Wobei ‚unkritisch’ ebenso positiv zu verstehen ist wie ‚künstlich’.“ Bruno Latour, 2011

8€ (Eintritt zu den Ausstellungen inbegriffen) | Gesischtsmaske obligatorisch | Die physische Distanzierung muss respektiert warden | Begrenzte Teilnehmerzahl | Änderungen und Absage vorbehalten | Anmeldung erforderlich: mudam.com/booking, t +352 453785-531

 

*More Spoken Words

21.07 – 30.08.2021

In diesem Sommer fließen und klingen die Worte im Mudam. Wieder einmal steht beim Mudam Summer Project 2021 – More Spoken Words – eine Referenz an den bekannten Tintenbrunnen der Künstlerin Su-Mei Tse im Mittelpunkt eines Geschehens, bei dem es um Worte, Poesie und Slam geht. Hierfür hat die museumspädagogische Abteilung, Mudam Publics, die Luxemburger Kollektive Géisskan Kollektiv und LAGERKULTUR eingeladen, um ein neues Programm zu diesem Thema zusammenzustellen.

 

More Spoken Words – Mittwochs, 18h00 bis 22h00 @ Summer Café18h00–20h00: Géisskan Kollektiv – poetry slam and words20h00–22h00: LAGERKULTUR – energy, fatigue and resonance

 

21.07.2021

„Poetry Slam Geisskan Workshop” mit den Géisskan Allstars | 18h00-20h00

Unsere Allstars und Veteranen Bob Reinert, Sara Andjelkovic, Gina Arvai und Philippe Schockweiler veranstalten einen tiefgründigen Workshop für diejenigen, die Texte schreiben, um sie auf die Slam-Battle der folgenden Woche vorzubereiten.

 

How did we even get here? Curated by LAGERKULTUR | 20h00-22h00

The mix series begins with a reminiscence of the pastA serene sound selection leaves us in a reflective state of mind. It’s only in retrospection that we’re able to understand the things that happened – and even if we wanted to, there’s so much we can’t influence. 

 

28.07.2021„Spoken Word & Hip-Hop“ Workshop mit Tun Tonnar (Turnup Tun) und Stay-Fou | 18h00-20h00

Das Enfant Terrible des Luxemburger Hip-Hops, Tun Tonnar und sein Kollektiv Stay Fou veranstalten einen Workshop über Liedtexte, wie man sie schreibt und wie man dazu einen Beat gestaltet. Poesie in Bewegung, mit Beats und Reimen.

 

Please help me remember how to dance. Curated by JASPER WOLFF | 20h00-22h00

The first guest mix is curated by Amsterdam-based DJ and producer Jasper Wolff.His sonic palette aims to revive the habits we unlearned and forgot about during social isolation.

Aus „1986 ZURÜCK IN DIE GEGENWART“ Copyright Foto: Michael Kerstgens / Hartmann Books

(red.) 4. Juli 1986: Dieses Datum wird Manfred Baumgärtner nie vergessen. An diesem Tag arbeitet er zum letzten Mal im Hochofenleitstand der Völklinger Hütte. Um 12.30 Uhr kommt die Order, den allerletzten Hochofen des Eisenwerks abzuschalten, er legt den entscheidenden Schalter um. Mit einem Handgriff gehen mehr als 100 Jahre Industriegeschichte zu Ende.

Genau 35 Jahre ist das nun her. Am Sonntag, den 4. Juli 2021, erinnert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit öffentlichen Führungen an dieses historische Datum der Industriegeschichte. Und feiert damit auch ein wenig deren Geschichte seit 1986 mit der Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe 1994 und der Entwicklung der Völklinger Hütte zu einem beliebten und vielbesuchten Ort der Industriekultur, Kunst und Natur.

Programm am 4.7.

Einen ganz anderen Blick auf 1986 bietet die Ausstellung „1986. ZURÜCK IN DIE GEGENWART“ mit den Fotografien von Michael Kerstgens. Er hat damals die Freizeitkultur des Jahres im Bild festgehalten: Sport, Konzerte und Tanzveranstaltungen zeigen eine spezifische Mischung aus Zuversicht und Zögerlichkeit. In Anspielung auf die Kultur der Rollerdisco, die sich in einem der Fotos manifestiert, bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte am 4. Juli ein einmaliges Vergnügen. Wer an diesem Tag seine Rollschuhe mitbringt, erhält freien Eintritt und darf von 15 bis 17 Uhr im Roheisenkanal der Völklinger Hütte zur Musik der achtziger Jahre Rollschuh fahren. Rock Me Amadeus!

Die zentrale Jubiläumsführung startet um Punkt 12.30 Uhr mit dem heutigen Besucherbegleiter Manfred Baumgärtner. Auf einem Spaziergang durch das Weltkulturerbe wird der ehemalige Hochöfner von der Arbeit im einstigen Eisenwerk erzählen und wie es sich angefühlt hat, den letzten Hochofen abzuschalten. Im Jahr 1986 geboren ist der Kulturwissenschaftler Oliver Kleinbauer, der schon seit zwölf Jahren BesucherInnen durch das Weltkulturerbe führt. Seine Hüttenführung beginnt um 15 Uhr. Bereits um 11 Uhr lädt Lena Schulz die BesucherInnen zu einer Expedition durch die Völklinger Hütte ein. Sie war 1986 noch gar nicht auf der Welt und doch ist es auch ihr ein Anliegen, Menschen für diesen außergewöhnlichen Ort zu begeistern.

Für alle öffentlichen Führungen am Sonntag, den 4. Juli 2021, ist eine Anmeldung beim Besucherservice des Weltkulturerbes unter 06898-9100 100 erforderlich. Die Plätze sind wegen Corona begrenzt. Das Weltkulturerbe bittet darum, die notwendige negative Testbescheinigung oder den Nachweis der vollständigen Impfung mitzubringen. Die Führungen sind im normalen Eintritt inbegriffen. Unter den gleichen Bedingungen wie am 4. Juli (telefonische Anmeldung, negative Testbescheinigung) bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte nun auch wieder die gewohnte öffentliche Hüttenführung sonntags um 15 Uhr an.

Installationsansicht „James Ensor“ © Kunsthalle Mannheim; Elmar Witt

(red.)

Samstag, 03.07.2021, 10.30 Uhr
Kosmos Kiefer: Yoga in der Kunsthalle
Gespräch zum Werk von Anselm Kiefer und Yoga mit Birgitt Held.
Anselm Kiefers Installation „Palmsonntag“‘ bezieht sich auf die biblische Geschichte von Christis Reise nach Jerusalem kurz vor seiner Verhaftung und Hinrichtung, als Gläubige ihm Palmblätter in den Weg legten. Der umgestürzte Baum, der auf dem Boden der Galerie liegt, erinnert an den Leib Christi vor seiner Auferstehung und deutet sowohl auf Sterblichkeit als auch auf Erneuerung hin. Nach einer Einführung zu Anselm Kiefers Werk geht es im Gespräch mit der Yogalehrerin Birgitt Held um das Thema Zerstörung in Kiefers Werk und um Formen der Erlösung, der Transformation und Neuerschaffung bzw. Auferstehung, wie sie im Werk „Palmsonntag“ bestimmend sind.
Anschließend folgt die Yogapraxis.
Ticket: 15 €

Samstag, 03.07.2021, 15.30
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Sonntag, 04.07.2021, 12 Uhr
Überblicksführung „James Ensor“
Bei einem Rundgang erhalten Sie Einblicke in die Arbeiten des belgischen „Maler der Masken“, James Ensor (1860-1949).
Kosten: 6€ Samstag, 03.07.2021, 15.30

Sonntag, 04.07.2021, 15.30 Uhr
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Mittwoch, 07.07.21, 18 bis 22 Uhr
MVV-Kunstabend
Erstmals seit der coronabedingten Schließzeit findet am Mittwoch, 7. Juli 2021, der MVV Kunstabend wieder vor Ort in der Kunsthalle statt. Besucher*innen haben von 18 bis 22 Uhr die Möglichkeit alle Ausstellungen des Museums kostenlos zu besuchen. An diesem Abend feiert das Museum außerdem eine Ausstellungspremiere mit der israelischen Künstlerin Zipora
Rafaelov, die auch in der „Bar der Gegenwart“ zu Gast sein wird. Die Teilnahme ist kostenfrei

18.30 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Anselm Kiefer“
Kosten: 6 €

18.30 Uhr
Öffentliche Führung in der Reihe „Kunst & Religion“ in der Ausstellung „Erinnern“ mit Uni-Pfarrer Marius Fletschinger
Kosten: 6 €

18.45 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „James Ensor“
Kosten: 6 €

19 Uhr
Bar der Gegenwart: „ לעומק התבוננות – Auf den Grund schauen“
Gespräch mit Zipora Rafaelov und Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Grußwort von Dr. Regina Plaßwilm, Geschäftsführerin 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V., Moderation: Dr. Sebastian Baden Die israelische Künstlerin Zipora Rafaelov ist anlässlich der Eröffnung ihrer raumgreifenden Installation „ לעומק התבוננות – Auf den Grund schauen“ zu Gast in der „Bar der Gegenwart“. Mit einem 3-D-Stift zeichnet Rafaelov plastische Gebilde aus schnell erhärtendem Kunststoff. Durch die Beleuchtung der Installation zeichnen sich Schattenbilder auf der Wand des Ausstellungsraumes ab. In ihren Werken reflektiert die Künstlerin auch die eigene kulturelle Identität im Judentum und die kulturpolitische Bedeutung ihres Lebens in Deutschland vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus. Mit dieser Ausstellung nimmt die Kunsthalle Mannheim am Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ teil und setzt sich verstärkt für die Vermittlung jüdischer Kultur in der Gegenwart ein. Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt. Besucher*innen können sich alternativ digital von zuhause zuschalten.
Ticket: 6 € / Die Teilnahme digital ist kostenlos

20.45 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „James Ensor“
Kosten: 6 €

20.45 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Anselm Kiefer“
Kosten: 6 €

Donnerstag, 08.07.2021, 10.30
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Samstag, 10.07.2021, 15.30
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Sonntag, 11.07.2021, 12 Uhr
Überblicksführung „James Ensor“
Bei einem Rundgang erhalten Sie Einblicke in die Arbeiten des belgischen „Maler der Masken“, James Ensor (1860-1949).
Kosten: 6€

Sonntag, 11.07.2021, 15.30
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Mittwoch, 14.07.2021, 18.30
Überblicksführung „Anselm Kiefer“
In ihrer Sonderausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer.
Kosten: 6€

Donnerstag, 15.07.2021,10.30 Uhr
Kuratorenführung „James Ensor“ mit Dr. Inge Herold
Bei einem Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung Dr. Inge Herold erhalten die Besucher*innen vertiefende Informationen zu James Ensors Motivwelt um die Themenkreise „Maske“, „Stillleben“ und Tod. Herold wird außerdem verstärkt auf das Hauptwerk „Der Tod und die Masken“ eingehen, das zur Sammlung der Kunsthalle Mannheim gehörte, bis es 1937 als „entartet“ beschlagnahmt wurde.
Kosten: 6€

Aktuelle Informationen zu den pandemiebedingten Schutzauflagen, finden Sie auf www.kuma.art

Anmeldung und Ticketverkauf zu allen Veranstaltungen und Führungen unter www.kuma.art/de/kalender

Auguste Rodin, Der Denker, 1903, Kunsthalle Bielefeld, Foto: Mark Niedermann

(red.) Auguste Rodin (1840-1917) und Hans Arp (1886-1966) stehen jeweils für eine neue Ära der Bildhauerei. Anhand von über 100 Werken macht die groß angelegte Schau im Arp Museum überraschende Verwandtschaften ihres Schaffens erlebbar. Beide Bildhauer haben die Kunst ihrer Zeit ebenso geprägt wie jene der nachfolgenden Generationen.

In den einzigartigen Räumen des Stararchitekten Richard Meier und umgeben von der wunderschönen Rheinlandschaft lädt das Museum zu einer ganz besonderen visuellen Spurensuche ein. Neben weltberühmten Werken wie Rodins Denker oder Der Kuss, zeigt die Schau auch weniger bekannte Arbeiten. Anhand von ausgewählten Themengruppen wie Bewegung, Verwandlung und Zufall werden gemeinsame künstlerische Prinzipien von Arp und Rodin aufgezeigt, an denen sich nicht zuletzt weitere epochale Entwicklungen der Kunst des 20. Jahrhunderts ablesen lassen.

Die für die Ausstellung eigens eingerichtete Bildhauerei-Werkstatt lädt Interessierte zum Mitmachen und Entdecken ein. Wie entsteht eine Skulptur? Wie arbeitete Hans Arp? Und welche Künstler*innen waren schon in Rolandseck zu Gast? Diese und viele weitere Fragen werden in den Räumen des historischen Bahnhofs beantwortet. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich, wie einst Rodin, an künstlerischen Studien versuchen oder in einem der zahlreichen Workshops Hammer und Meißel schwingen.

www.arpmuseum.org

Abb.: Rudolf Hesse, KATHREINER’S MALZKAFFEE!, undatiert (1912), Tusche, Aquarell, Bleistift, Deckweiß auf Papier, 120 x 90 cm, signiert: RUD. HESSE / MÜNCHEN, Kreisstadt Saarlouis – Kunstsammlung (Schenkung Rudolf Hesse)

(red.) Anlässlich des 150. Geburtstages des Saarlouiser Karikaturisten, Zeichners und Malers Rudolf Hesse (geboren 1871 in Saarlouis, gestorben 1944 in München) wird erstmals eine große Auswahl von Zeichnungen, Grafiken und Gemälden aus dem Nachlass des Künstlers in der Ludwig Galerie Saarlouis gezeigt.

Aus der überreichen Schenkung, die die Kreisstadt Saarlouis im Jahr 2018 von der Familie Grüninger-Hesse erhalten hat, bestehend aus über 1.300 Werken sowie zahlreichen Dokumenten (u.a. Notizbücher, Briefe etc.), gewährt die Jubiläumsausstellung einen eindrucksvollen Einblick in das Werk von Rudolf Hesse. Neben der Porträtmalerei lag ein Schwerpunkt seines künstlerischen Könnens in der Karikatur und Illustration. Zahlreiche seiner charakteristischen Zeichnungen wurden in den satirischen Zeitschriften „Kladderadatsch“, „Fliegende Blätter“ und „Jugend“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Gleichzeitig nehmen die Bilder die Besucherinnen und Besucher mit auf eine sozialkritische Zeitreise zwischen Kaiserzeit, Erstem Weltkrieg und der Weimarer Republik. Die Themenpalette ist sehr weit gespannt.

In seinen Karikaturen setzt sich Rudolf Hesse mit gesellschaftskritischen Themen wie z.B. Armut, Krieg und Politik auseinander. Ebenso stellt er in seinen Werken öffentliches Leben seiner Zeit vor, wie z.B. Musik, Theater und Zirkus. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Porträts sowie religiöse Darstellungen.

Zum Künstler

Rudolf Hesse ist auch in der Wahl seiner Techniken sehr vielseitig: ob Malerei, Zeichnung oder Grafik, alles beherrscht er äußerst virtuos. Werbegrafik, Buchillustration und Entwürfe für Ex libris gehörten ebenso zu seinem Metier. Neben zahlreichen Auftraggebern war er auch für den Saarlouiser Hausen-Verlag tätig. An erster Stelle sind hier Veröffentlichungen des saarländischen Dichters Johannes Kirschweng (1900 – 1951) zu nennen.

In der Ausstellung werden über 120 Werke von Rudolf Hesse präsentiert. Die ausgestellten Werke zeigen Porträts, Karikaturen, Genre, Landschaften, Stillleben sowie Werbe- bzw. Bücherillustrationen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine gesellschaftskritischen Zeichnungen und Karikaturen der 1920er Jahre. Seine überaus zahlreichen Miniaturen im kleinsten Format (ca. 2 x 2 cm) können in einer Videoinstallation von Thomas Wolf völlig neu erlebt werden. Das im Nachlass befindliche Skizzenbuch aus dem Jahr 1895 wurde ebenfalls digitalisiert und kann in der Ausstellung vollständig betrachtet werden.

Seit 2018 wurde der gesamte Nachlass von Rudolf Hesse in der Datenbank „Künstlernachlässe Saar“ (siehe www.künst-lernachlässe-saar.de) erfasst.
Dies ist ein Projekt in Kooperation mit dem Institut für aktuelle Kunst im Saarland und der Bürgerstiftung Dresden – Dr. C. und M. Hochdörffer-Stiftung.

www.ludwig-galerie.saarlouis.de/